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Darstellungen

Von gewachsenen Altstädten wie der von Baden lässt sich viel für die heutige Stadtgestaltung lernen, gerade in Bezug auf akustisch vorteilhafte Architektur und die Planung von gut klingenden Aussenräumen.

Inès Neuhaus und Fabian Neuhaus nehmen Sie am Internationalen Tag gegen Lärm auf eine Entdeckungsreise durch die Resonanzräume der Stadt Baden mit. Hörend erleben Sie Plätze, Strassenräume, Fassaden und Höfe und kommen der Stimme (und Stimmung) der gebauten Umgebung auf die Spur.

Mehr als uns meistens bewusst ist, formen Gebäude und Möblierungselemente den Klang städtischer Umgebungen. Resonanzräume, wie sie durch Architektur und Städtebau entstehen, haben entsprechend ihrer Grösse, Form, Proportionen und Materialkomposition spezifische akustische Eigenschaften. Diese geben dem Ort seinen Charakter, lenken die Art seiner Nutzung und haben grossen Einfluss auf seine Wahrnehmung und Entwicklung.

Zu welchem Klang führt die Architektur eines Orts? Wirkt der Ort ruhig oder ist er anfällig für Lärm? Wirkt er gar lärmfördernd? Ist der Ort gut erfassbar oder hat man Mühe, sich zu orientieren? Bietet ein Ort Platz für unterschiedliche Nutzungen oder wirkt er schnell "besetzt"? Wie vielfältig lassen sich Ereignisse wahrnehmen? Diesen Fragen gehen wir auf dem Klangspaziergang durch alte und neue Räume der Stadt Baden nach.

Baden, Schweiz

Der Kirchplatz in Baden bietet durch seine Beschaffenheit akustisch verschiedene Bereiche und erlaubt eine vielfältige Bespielung ohne gegenseitige Störung. (Foto: Frédéric Zwicker)

"Phänomenal, dass die offenen Ohren die Augen öffnen und man einen Raum auch visuell anders wahrnimmt! Mir habt Ihr auf jeden Fall einmal mehr gezeigt, wie stark die akustische Wahrnehmung, vor allem, wenn man sie sich bewusst macht, die visuelle prägt und verstärkt und ganzheitlicher macht."

Dr. Hans Joerg Zumsteg, www.kappakultur.ch

Baden, Schweiz

(Foto: Heiko Loretan)

"Ich bin beeindruckt, begeistert, verblüfft. Herzliche Gratulation zu Eurer gestrigen Präsentation an den verschiedenen Schau- und Hörplätzen auf dem Rundgang durch die ehrenwerte Stadt Baden. Alles stimmte: die aufmerksame Zuhörerschaft, das zwar kalte, doch wunderbare Wetter, namentlich aber eure interessanten und zielführenden Informationen. Sie zeigten Dinge auf, die unachtsamerweise kaum wahrgenommen werden und sie öffneten Ohren und das Bewusstsein. Die "Räume" und die "Portale" werden vom dem Thema nicht nahen Publikum nicht bewusst wahrgenommen, und die Umstände, weshalb ein Ort angenehm und der andere unangenehm wirkt, bleibt in der Regel verborgen. So ist dieser Rundgang ein wahrer Opener geworden.

Hanspeter Neuhaus, Sekundarlehrer und Organist, Baden/CH

Baden, Schweiz

Durch die grossformatige gleichförmige Architektur hinter dem Bahnhof in Baden entsteht ein Raum, der geprägt ist von akustischer Monotonie, die Busse dröhnen lässt und in dem es schwer fällt, die Situation zu erfassen. (Foto: Heiko Loretan)

Baden, Schweiz

Wir danken den zahlreichen Teilnehmern des Klangspaziergangs für ihr grosses Interesse und die offenen Ohren. Auf Wiederhören in Baden! (Foto: Frédéric Zwicker)

"Die Spaziergangsteilnehmer waren allesamt begeistert."

Baublatt Nr. 21/2016 und Kommunalmagazin Nr. 3/2016, von Frédéric Zwicker

> zum Artikel: Baublatt Nr. 21/2016 (PDF)
> zum Artikel: Kommunalmagazin Nr. 3/2016 (PDF)

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