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King's College Chapel in Cambridge/GB

King's College Chapel in Cambridge/GB.

Lässt sich Architektur als Musik begreifen? Diese Frage begleitet uns seit 2002 in unserer theoretischen und praktischen Beschäftigung mit der Gestaltung der gebauten Lebensumgebung. Sie hat uns zur Entwicklung neuer Lösungen für architektonische und städtebauliche Probleme geführt – von Lärm bis zur (klanglichen) Identität von Orten –, und sie hat dazu beigetragen, unser Musikverständnis zu erweitern. In diesem Beitrag präsentieren wir unsere Kerngedanken zu dieser Thematik, beginnend mit allgemeinen Überlegungen zum Verhältnis von Musik und Architektur, gefolgt von einer Kritik der monotonen Formen, die in der Architektur heutiger Gebäude, Innenräume und Stadträume vorherrschen. Anhand von zwei Fallbeispielen aus unserer architektonisch-akustischen Gestaltungspraxis soll schliesslich gezeigt werden, wie architektonische Formen und Proportionen den Klang von Räumen prägen, und ein musikalisch-kompositorischer Zugang zu architektonischer Gestaltung präsentiert werden, der neue Möglichkeiten für die Schaffung inspirierender Lebensumgebungen eröffnet.